Stablecoin Lending Zinsen – 10% auf EUR? [Ratgeber 2022]

Du möchtest wissen, wie du 10% Zinsen auf EURO-Stablecoins durch Stablecoin Lending erhalten kannst?

Lerne in diesem Artikel was Stablecoins sind, welche Möglichkeiten Stablecoin Lending bietet, welche Plattformen ich getestet habe, wie du diese benutzen kannst und welche Risiken ich dabei sehe. Außerdem findest du in der Anleitung ein paar Boni, die du nicht verpassen solltest, wenn du dich bei einer Plattform registrieren möchtest.

Bist du an weiteren Möglichkeiten für Cashflow mit Hilfe von Kryptoassets interessiert, empfehle ich dir folgende Kopfinvest-Artikel.

Stablecoin-Eigenschaften im Überblick
Stablecoin-Eigenschaften im Überblick

Artikel zuletzt teilweise aktualisiert: 22. Juni 2022
Dieser Artikel ist keine Form von Finanzberatung – mehr dazu hier.

Was sind Stablecoins?

Stablecoins sind Coins auf Blockchain-Basis, die im Preis zu einer Fiat-Währung stabil sein sollen. Fiat-Währungen sind dabei z.B. der USD oder der EUR.

Damit bieten Stablecoins eine Mischung aus beiden Welten. Einerseits sollen diese als Äquivalent z.B. zum USD dienen, wobei sie gleichzeitig auf Basis von Blockchains und Smart Contracts funktionieren. Somit sind diese gewissermaßen Zentralisierung und Dezentralisierung in einem.

Dabei muss man jedoch die verschiedenen Arten der Stablecoins beachten. Manche sind besser dezentralisiert, haben dadurch jedoch Risiken in der Deckung. Andere Coins wiederum benötigen zentrale Parteien und haben deshalb diese als Risiko.

Wofür benötigt man Stablecoins?

Stablecoins sollen, wie der Name schon sagt, einen „stabilen“ Wert im Ökosystem der Kryptowährungen darstellen. Dabei sind diese mehr oder weniger stark an eine Fiat-Währung (EUR, USD) gebunden – dazu folgend mehr.

Der Mehrwert der Stablecoins liegt vor allem im Handel mit Kryptowährungen. Diese ermöglichen gewissermaßen eine Brücke zwischen klassischen Währungen, wie dem USD, und dem Kryptobereich. Viele Tauschbörsen bieten nämlich zwar den Handel mit Stablecoins, jedoch keine On- und Offramp für Fiat-Währungen an.

Welche unterschiedlichen Stablecoins gibt es und wie sind diese gedeckt?

Da ich in diesem Artikel zeigen werde, wie man auf Stablecoins Zinsen verdient, ist es meiner Meinung nach essenziell zu verstehen, was eigentlich hinter den verschiedenen Coins steckt und wie sicher diese sind.

Natürlich musst du dir dazu selbst ein Bild machen. Folgend gebe ich dir jedoch meine Einschätzung und spreche darüber, welche Stablecoins ich dafür hauptsächlich nutze.

Mit Fiat-Geld gedeckt bzw. teilweise gedeckt

Die relevanteste Art der Stablecoins ist die der, mit Fiat-Geld gedeckten, Stablecoins. Bei diesen Coins ist also das Konzept, dass der Stablecoin nur ausgegeben wird, wenn ein echter USD dafür hinterlegt wird.

Dies bringt ein paar Fragen mit sich:

  • Sind diese wirklich 1:1 gedeckt?
  • Welche zentrale Partei steckt dahinter, der man somit vertrauen muss?
  • Wer überprüft, ob dieses Unternehmen auch wirklich alle Gelder hält, die Sie angeben zu haben?
  • Sind diese Unternehmen reguliert und regelmäßig überprüft?
Stablecoin Lending: Stablecoins in der Übersicht
Stablecoin Lending: Stablecoins in der Übersicht

USDC vs USDT

Schafft man sich z.B. auf Coinmarketcap einen Überblick über die größten Stablecoins, merkt man, dass diese derzeit USDC und USDT sind.

Dazu muss man sagen, dass USDT – meiner Meinung nach berechtigterweise – seit einiger Zeit deutlich an Relevanz verliert und USDC vermutlich bald zur Nr. 1 werden könnte – mehr dazu folgend.

USDT Fakten und Meinung

Doch warum denke ich, dass USDT, auch Tether genannt, immer irrelevanter werden wird? Kurz gesagt deshalb, weil die Organisation hinter USDT, die Fa. Tether Limited, derzeit nicht bewiesen hat, dass deren Coin zu 100% durch echte USD gedeckt ist.

Deren Report, der Transparenz schaffen soll, ist eigentlich nicht wirklich transparent. Die Firma wird nicht regelmäßig überprüft, ob diese Gelder auch tatsächlich wie angegeben vorhanden sind. Dazu ist Tether meines Verständnisse nach auch nicht reguliert.

Diese Kombination bringt mich zur Meinung, dass man von USDT, vor allem für längerfristige Anlagen, die Finger lassen sollte.

USDC Fakten und Meinung

Hingegen eignet sich USDC meiner Meinung nach gut für eine längerfristige Anlage, da USDC im Vergleich zu USDT bedeutende Vorteile hat.

Einerseits ist USDC 1:1 mit dem USD gedeckt. Es gibt also keine Unstimmigkeiten der Hinterlegung, so wie es bei USDT der Fall ist. Die Gelder werden dabei regelmäßiges Audits unterworfen, wo somit von einer dritten Partei überprüft wird, ob auch so viele USD vorhanden sind, wie es USDC gibt.

Des weiteren befinden sich die USD-Gelder scheinbar vollständig auf regulierten Konten.

Auf Grund dieser Kriterien würde ich deshalb derzeit USDC als meine erste Wahl bezeichnen. Dabei schätze ich persönlich das Risiko am geringsten ein, dass es zu einem Problem kommt, bei dem man für einen USDC nicht mehr einen USD bekommt.

BUSD Fakten und Meinung

Ähnlich zu USDC würde ich den USD-Stablecoin von Binance, den BUSD, einschätzen. Da dieser jedoch auf Grund der Größe im Vergleich zu USDC derzeit noch weniger relevant ist und meiner Meinung nach keine direkten Vorteil bietet, nutze ich derzeit bevorzugt USDC. Der Coin ist jedoch meiner Meinung nach eine valide Alternative.

Zusätzlich dazu ist der BUSD auch nicht auf allen Plattformen verfügbar, die ich folgend für das Verleihen der Stablecoins vorstellen werde.

Ein Vorteil des BUSD im Vergleich zu USDC ist jedoch, dass die Transaktionsgebühren für das Versenden der Coins bei der Binance Chain deutlich geringer sind, als es bei USDC, als ERC20 Token auf Ethereum, der Fall ist.

EURS Fakten und Meinung

Stablecoins basieren auf Grund der Relevanz meist auf der Leitwährung USD. Hat man nun jedoch als Europäer sämtliche Ausgaben in EUR, muss man entsprechend auch den Umrechnungskurs des EUROs bedenken.

Deshalb gibt es auch schon Stablecoins, die auf dem EURO basieren, wenngleich diese in der Größe bedeutend kleiner als die bereits vorgestellten Projekte sind.

EURS ist dabei ein ERC20-Token-Stablecoin, der von dem Unternehmen Statis (STSS Limited, Malta) ausgegeben wird und zu 100% mit EUR gedeckt sein dürfte. Derzeit sind lt. der offiziellen Webseite ca. 128 Mio. EURS im Umlauf.

Wie gesagt kann EURS dabei interessant sein, um darauf Zinsen in der eigenen Währung zu erhalten und keinem Wechselkurs ausgesetzt zu sein. Hier zeige ich die Plattform YouHodler, die derzeit 10% Zinsen auf EURS anbietet.

Algorithmische Stablecoins

Im Kontrast zu den Stablecoins, die durch USD (teil-)gedeckt sind, gibt es noch algorithmische Stablecoins. Diese haben dabei meist den Ansatz, einen dezentralen Stablecoin zu schaffen, der durch Anreize im eigenen System ausgeglichen oder durch andere Kryptowährungen gedeckt ist.

Durch einen eigenen Governance-Token des selben Systems ausgeglichen

Erst vor kurzem war ein großer Aufruhr um eines der größten Projekte in diesem Bereich. Terra Luna und damit der UST hat den sogenannten „Peg“, also den Fakt, dass der UST einen USD wert ist, verloren.

Dies war vor allem deshalb möglich, weil der UST nur durch Anreize im eigenen System ausgeglichen wurde. Konkret funktionierte dies so, dass durch das „Erschaffen“ und „Verbrennen“ von LUNA Token der Preis des UST-Token ausgeglichen wurde.

Das Problem bei solchen Systemen ist dabei, dass es durch einen Vertrauensverlust in Kombination mit volatilen Marktphasen zum hier gesehenen Problem kommen kann.

Durch andere Kryptowährungen gedeckt und dadurch ausgeglichen

Im Gegensatz dazu, dass der Stablecoin wie UST nur durch den eigenen Token (LUNA) ausgeglichen wurde, gibt es noch die Art dezentraler Stablecoins, die durch andere Kryptos gedeckt werden.

Das größte Beispiel dafür ist der USD-Stablecoin DAI, der auf Basis von Ethereum über Smart Contracts und die Hinterlegung von Kryptowährungen wie z.B. ETH und USDC algorithmisch stabilisiert wird.

Der Unterschied zu Terra Luna ist in diesem Fall also, dass der Stablecoin durch Kryptowährungen gedeckt ist, die andere Anwendungszwecke als nur die Deckung des Stablecoins haben.

Dies macht es meiner Meinung nach schwieriger, dass ein solcher Stablecoin eine Spirale auslöst, wie sie bei UST und LUNA der Fall war. Dennoch könnte bei einer bestimmten Größe auch dieser Stablecoin theoretisch dazu führen, dass der Preis der hinterlegten Kryptoassets in eine negative Abwärtsspirale gerät, indem der Wert von DAI algorithmisch angepasst wird.

Welchen Stablecoin würde ich persönlich halten?

Ich persönlich habe mich deshalb dazu entschieden, den Großteil dieser Strategie in EURS und USDC zu halten. Dennoch finde ich es sinnvoll, auch hier zu diversifizieren. Beispielsweise könnte ich mir auch den folgenden Mix vorstellen: 30% EURS, 30% USDC, 20% BUSD, 20% DAI

Auch was die Plattformen angeht, denen man die Coins leiht, geht man dabei natürlich ein Risiko ein. Deshalb würde ich auch hier diversifizieren und die Coins auf mehrere Plattformen verteilen – dazu jedoch hier mehr.

Welche Stablecoins und Plattformen würdest du nutzen bzw. nutzt du derzeit schon? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Stablecoin Zinsen durch Lending – Chancen und Möglichkeiten

Stablecoin-Lending bietet definitiv interessante Möglichkeiten, um Renditen zu erwirtschaften, die man derzeit auf Bankeinlagen nicht einmal ansatzweise bekommen könnte.

Stablecoin Zinsen durch Lending über zentrale Plattformen

Wie folgend im Artikel beschrieben, erhält man bei YouHodler 10% Zinsen auf den EURO-Stablecoin EURS. Auch auf USDC-Einlagen werden bei folgend gezeigten Plattformen oftmals 6 bis 10,3% Zinsen bezahlt.

Somit kann die Möglichkeit grundsätzlich als Beimischung interessant sein. Gleichzeitig muss man sich meiner Meinung nach jedoch bewusst sein, dass das Risiko keinesfalls mit dem einer Bankeinlage zu vergleichen ist. Man überlässt hier zentralisierten, (teilweise) unregulierten Plattformen (keine Banken!), Einlagen und hat abgesehen vom Plattformrisiko auch das Risiko des Stablecoins selbst.

Meine Gedanken zu möglichen Risiken findest du hier.

Plattformen für USDC Stablecoin Zinsen im Test [2022]

USDC ist meiner Meinung nach der interessanteste USD-Stablecoin, weshalb ich mich im Test der Plattformen auch hauptsächlich darauf konzentriert habe. Die Plattformen bieten jedoch meist auch andere Stablecoins für die Nutzung mit deren Services an.

USDC Stablecoin Zinsen – Plattformen in der Übersicht

Folgend findest du eine Übersicht der Plattformen, deren Zinsen derzeit vergleichsweise hoch sind. Diese Zinsen ändern sich jedoch regelmäßig, weshalb man diese im Augenblick behalten und aktuell recherchieren sollte.

Stablecoin Lending: USDC-Stablecoin Zinsen Übersicht
Stablecoin Lending: USDC-Stablecoin Zinsen Übersicht

Folgende Plattformen habe ich selbst in den Punkten getestet:

  • Account-Erstellung
  • Einzahlung (Fiat oder Stablecoin)
  • Rewards werden dem Account gutgeschrieben
  • Auszahlung: Gelder sind auch wieder abziehbar

Der Test wurde jedoch bei manchen Plattformen nur über den Zeitraum von wenigen Monaten durchgeführt. Der Test lässt somit nicht darauf schließen, wie sich diese Plattformen langfristig verhalten werden.

Außerdem ist es mir wichtig, an dieser Stelle nochmals zu erwähnen, dass es immer wieder Plattformen geben kann, deren Geschäftsmodell nicht nachhaltig ist und dass man das Geld grundsätzlich dem Risiko eines Totalverlustes aussetzt. Mehr dazu im Kapitel zu den Risiken.

Stablecoin Zinsen mit YouHodler – Erfahrungen

YouHodler konnte im Zeitraum des Tests grundsätzlich überzeugen. Die Zinsen wurden wöchentlich gutgeschrieben. Gleichzeitig war das Kapital abziehbar und die App benutzerfreundlich.

Wie auch die anderen Plattformen, ist YouHodler nicht vollständig transparent darüber, wie die hohen Zinsen generiert werden.

Stablecoin Zinsen mit BlockFi – Erfahrungen

Die Services von BlockFi funktionierten im Test wie erwartet. Die Zinsen wurden monatlich gutgeschrieben, wobei das Kapital jederzeit abziehbar war.

Grundsätzlich ist BlockFi auch einer der größeren Spieler, wenn es um Zinsen auf die Verleihung von Kryptowährungen geht. Dass einen dies jedoch auch nicht vor potentiellen Problemen schützt, siehst du folgend beim Thema Celsius.

Stablecoin Zinsen mit Celsius Network – Erfahrungen

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Celsius Probleme in der Auszahlung von Kundengeldern hat. Derzeit sind nun vorerst Auszahlungen der Plattform pausiert und es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation weiter entwickelt.

Dies schreibe ich, während ich selbst gerade am Testen der Plattform bin. Bisher hatte alles funktioniert, wenngleich nun nicht klar ist, ob und wie viel des Testkapitals ich zurück erhalten werde.

Ich bin also gespannt, wie und ob sich Celsius von so einem Problem erholt und ob das verlorene Vertrauen wieder aufgebaut werden kann bzw. ob die Plattform insolvent ist und wie viele Kundengelder verloren gegangen sind.

Stablecoin Zinsen mit Nexo – Erfahrungen

Mit Nexo habe ich persönlich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Sämtliche oben beschriebene Funktionstest haben einen guten Eindruck gemacht und funktionierten im Test wie erwartet.

U.a. dieses Youtube-Video hat mich gegenüber Nexo jedoch kritisch gestimmt. Was hältst du von Nexo bzw. wie sind deine Erfahrungen?

Stablecoin Zinsen mit Cake DeFi – Erfahrungen

Das Lending von Cake DeFi ist dabei das Produkt, das ich mitunter am längsten getestet habe. Bisher habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Das Unternehmen strebt derzeit auch noch Lizenzen in sämtlichen Ländern der EU an und ist im Vergleich zu den anderen Plattformen etwas transparenter darüber, welche Services im Hintergrund genutzt werden, um die Zinsen zu generieren.

Ein Nachteil an Cake DeFi ist jedoch, dass man die Coins jeweils für 28 Tage verleihen muss und während dieser Zeit keinen Zugriff auf die Vermögenswerte hat. Bei anderen Plattformen ist die Veranlagung meist flexibel.

Plattformen für EURS Stablecoin Zinsen im Test [2022]

Wie anfangs beschrieben, kann es als Europäer auch spannend sein, Zinsen auf einen EURO-Stablecoin zu erhalten. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht mehr der Währungsschwankung zum USD ausgesetzt ist.

Stablecoin Lending: EURO-Stablecoin Zinsen Übersicht
Stablecoin Lending: EURO-Stablecoin Zinsen Übersicht

Die Angebote dafür sind jedoch leider sehr limitiert, weil einerseits EURO-Stablecoins rar gesät sind. Andererseits gibt es leider auch wenige Plattformen, die Zinsen auf diese anbieten.

Dies ist deshalb meiner Meinung nach einer der großen Nachteile, da man dann zu wenige Optionen hat, um auf mehrere verschiedene Plattformen und in verschiedene Stablecoins zu diversifizieren.

YouHodler Zinsen EURS – 10% Zinsen auf den EURS EURO-Stablecoin

Ein verlockendes Angebot bietet dabei YouHodler an, welche auf den EURO-Stablecoin EURS 10% Zinsen versprechen. EURS scheint mir dabei grundsätzlich gut aufgebaut zu sein.

YouHodler werde ich jedoch noch weiterhin testen. Ich bin vor allem auf Grund der derartig hohen Rewards zusätzlich skeptisch. Bisher funktionierte die Plattform jedoch wie geplant.

Nexo EURX Zinsen – 10% Zinsen auf den EURx eToro EURO-Stablecoin

Nexo hingegen bietet Zinsen auf den EURO-Stablecoin EURX an, wobei dieser von eToro tokenisiert wird. Die Informationen zu EURX sind jedoch spärlich zu finden. Dazu kommt noch, dass Nexo auch Gründe zur Skepsis bietet.

Dennoch teste ich auch diese Option gerade weiterhin und werde über meine Erfahrungen berichten.

Welche Plattformen werde ich persönlich in Zukunft vorrangig nutzen?

Die Recherche im Zuge dieses Artikels hat mich grundsätzlich skeptisch gestimmt, was manche Plattformen und das Geschäftsmodell dahinter angeht. Das Problem dabei ist meist, dass es für den/die normale Nutzer*in, der/die keine tieferen Einblicke in das Geschäftsmodell hat, zu wenig Transparenz dazu gibt, auf was man sich bei den Lending Plattformen einlässt.

Derzeit habe ich ein paar persönliche Favoriten, die du dir vermutlich durch meine obigen Berichte denken kannst. Da ich jedoch auch bei diesen Plattformen teilweise das Gefühl habe, selbst nach meiner Recherche nicht genau zu wissen, was dahinter vorgeht, werde ich an dieser Stelle keine konkrete Plattform nennen.

Grundsätzlich finde ich das Konzept weiterhin interessant, werde es jedoch nur zu einem kleinen Teil als Investment nutzen und dabei immer über mehrere Plattformen und Stablecoins streuen, um auch hier die Risiken weiter zu diversifizieren.

Woher kommen die Stablecoin Zinsen überhaupt?

Grundsätzlich fragt man sich nun berechtigterweise, wie so hohe Zinsen überhaupt zu Stande kommen können. Wie vorhin erwähnt, habe ich selbst das Gefühl, hier teilweise nur die halbe Wahrheit zu kennen.

Verleih der Assets an private und institutionelle Kunden

In der Theorie sollten die Zinsen darüber entstehen, dass andere Kunden auf derselben Plattform Kredite nehmen und dafür Zinsen zahlen. Von diesen Zinsen sollte dann eigentlich einerseits das Unternehmen Gewinne machen, andererseits die Nutzer der Plattform bezahlt werden, die die Vermögenswerte hinterlegen und damit den Kredit ermöglichen.

Wenn man sich die angebotenen Zinsen für Kredite auf diesen Plattformen ansieht, scheint dies auch der Hauptteil zu sein, wie die Renditen erwirtschaftet werden. Gleichzeitig bin ich jedoch skeptisch, weil dies ja im Gegenzug heißt, dass auch entsprechend viele Nachfrage nach Krediten bestehen muss, um überhaupt genug Gegenparteien zu finden, die laufend Zinsen bezahlen.

Vermutlich ist dies also bei manchen Unternehmen nicht die einzige Quelle für Einnahmen.

Weiterverpfändung des Kollaterals von Kreditnehmern als weiteres Einkommen der Plattformen

Es scheint darüber hinaus teilweise auch der Fall zu sein, dass es zur sogenannten „Rehypotecation“ kommt. Meines Verständnisses nach kommt es dabei zur anderweitigen Verwendung von Vermögenswerten, die Kunden als Kollateral für einen Kredit hinterlegt haben.

Dabei ist natürlich oft nicht transparent, wofür diese Assets in weiterer Folge verwendet werden und wie riskant die Geschäftspraktiken sind, die damit einhergehen.

Zusammengefasst sehe ich zwar das Geschäftsmodell als in der Theorie möglich, habe jedoch meine Zweifel, was die tatsächliche Umsetzung und die Erwirtschaftung der Einnahmen angeht.

Stablecoin Lending Risiko

Meiner Meinung nach setzt man sich bei der Nutzung dieser Cashflow-Features hauptsächlich zwei Risiken aus. Einerseits ist man vom Stablecoin selbst und damit dem Risiko, dass dieser den Wert behält, abhängig. Andererseits – meiner Meinung nach das größere Risiko – ist man von der Plattform abhängig, der man die Stablecoins für die Generierung des Zinses überlässt.

Folgende Beschreibung der Risiken spiegelt nur mein Verständnis wieder und ist keine vollständige Auflistung.

Stablecoin-Risiko

Meines Empfindens nach ist das geringere Risiko das des Stablecoin-Projekts selbst. Dieses kann, sofern man sich den Stablecoin nicht bedacht aussucht, insofern zum Problem werden, als dass der Coin nicht mehr 1:1 dem Wert entspricht, den er eigentlich widerspiegeln sollte.

Dies passiert natürlich vor allem dann, wenn der Stablecoin nicht ausreichend gedeckt ist oder z.B. eine zentrale Ausgabestelle des Stablecoins aus einem Grund nicht mehr liquide ist und der Tausch zwischen Stablecoin und hinterlegtem Wert eingeschränkt wird.

Bei rein algorithmischen Stablecoins, wie es z.B. bei UST und LUNA der Fall war, kann der sogenannte „Depegg“ auch durch eine fortlaufende Abwärtsspirale ausgelöst werden. Dies sollte jedoch in der Theorie bei zu 100% gedeckten Stablecoins nicht möglich sein, sofern der hinterlegte Wert immer gegen den Stablecoin getauscht werden kann.

Plattform-Risiko

Das weitaus bedeutendere Risiko ist meiner Meinung nach das Risiko der Plattformen, die die Zinsen anbieten und dafür deine Coins verwalten.

Sollten diese kein nachhaltiges Geschäftsmodell haben, um die Zinsen zu generieren bzw. im Extremfall ein Schneeballsystem sein, setzt man sich an dieser Stelle natürlich auch einem potentiellen Totalverlust aus.

Wie bereits vorhin im Artikel beschrieben, gehe ich deshalb so vor, dass ich in diese Investments nur kleine Anteile investiere und diese dann auch noch breit streue.

Welche Plattformen sind deiner Meinung nach seriös? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Stablecoin Zinsen generieren – Stablecoin Lending Anleitung

Im Grunde funktionieren sämtliche Services relativ ähnlich. Man registriert sich zuerst bei der Plattform und verifiziert die Personendaten. Anschließend transferiert man entweder direkt die Kryptowährungen oder überweist in EURO und tauscht diese dort wie gewünscht. In manchen Fällen muss man dann noch zusätzlich dafür Sorgen, dass die Coins in der Wallet nun auch für die Zins-Funktion verwendet werden.

Ich würde mich dabei natürlich auch freuen, wenn du dich über meinen Link anmeldest – für dich bleibt dabei alles gleich bzw. bekommst du wie folgend gezeigt (siehe BlockFi und Cake DeFi Referral Bonus) teilweise auch einen Bonus. Dabei unterstützt du außerdem das Projekt Kopfinvest und damit Artikel wie diesen.

YouHodler Anleitung

YouHodler Referral Code und Registrierung

Über folgenden Link kannst du dich bei YouHodler registrieren*.

Nach der Registrierung gilt es anschließend die Verifizierung abzuschließen, indem du in der App unter „More“ auf den entsprechenden „Account-Verification“-Button klickst.

YouHodler Ansicht Reiter "More"
YouHodler Ansicht Reiter „More“
YouHodler Ansicht "Account Verification"
„Account Verification“ Ansicht YouHodler

YouHodler EURO-Einzahlung

Nach der erfolgreichen Verifizierung kann man anschließend Kapital einzahlen. Die EURO-Einzahlung erfolgt beispielsweise über eine SEPA-Überweisung.

Dazu navigiert man in der Wallet zur Zeile „EURO“, klickt darauf und gelangt anschließend über „Deposit“ zu den Zahlungsinformationen für die Einzahlung.

"Wallet" Ansicht YouHolder, Button "EUR"
„Wallet“ Ansicht YouHolder, Button „EUR“
YouHodler "Deposit EUR", Auswahl "Bank wire"
YouHodler Ansicht „Deposit EUR“, Auswahl „Bank wire“
YouHodler Ansicht "Deposit EUR with Bank Wire"
YouHodler Ansicht „Deposit EUR with Bank Wire“

Meiner Erfahrung nach wurde die Überweisung innerhalb von 1-3 Werktagen am Account gutgeschrieben und konnte verwendet werden. Danach kann man wie hier beschrieben EURO in EURS tauschen.

YouHodler Krypto-Einzahlung

Statt EURO einzuzahlen und diese auf YouHodler in Stablecoins oder andere Kryptoassets zu tauschen, kann man dorthin auch direkt die Kryptos transferieren.

Dazu navigiert man über den Reiter „Wallet“ zum gewünschten Coin, klickt darauf und anschließend nochmals auf „Deposit“. Dort wird dann die Adresse angezeigt, an welche man die Kryptos schicken kann, damit sie auf YouHodler gutgeschrieben werden. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass man die Coins über das selbe Netzwerk verschickt, auf das sie empfangen werden sollen.

Folgend siehst du den Einzahlungsvorgang am Beispiel von USDC:

YouHodler "USDC Action" Ansicht
YouHodler „USDC Action“ Ansicht
"USDC Deposit" Ansicht YouHodler
„USDC Deposit“ Ansicht YouHodler

YouHodler Tauschvorgang

Sämtliche Coins oder Fiat-Währungen (EURO) können folgend auf YouHodler in andere Kryptos getauscht werden.

Dies ist möglich, indem man in der Wallet-Übersicht auf einen Coin klickt, damit folgend die Aktionsübersicht zu finden ist. Anschließend gelangt man dort über „Convert“ zur Tauschansicht. In dieser kann ausgewählt werden, welcher Tausch gewünscht ist und mit welcher Menge dieser durchgeführt werden soll.

Generell dabei zu beachten ist die Gebühr und der Umwandlungskurs, den YouHodler an dieser Stelle im Vergleich zu Krypto-Börsen bietet.

YouHodler EURS Aktionsansicht
YouHodler EURS Aktionsansicht
"Convert"-Ansicht YouHodler
„Convert“-Ansicht YouHodler

YouHodler Wallet

Hat man nun den gewünschten Stablecoin in der Wallet eingezahlt bzw. getauscht, wird ab sofort der angegebene Cashflow berechnet. Dieser ist nun in der „Wallet“-Ansicht einsehbar und wird jede Woche als verfügbares Guthaben gutgeschrieben.

Stablecoin Lending: YouHodler "Wallet"-Ansicht
YouHodler „Wallet“-Ansicht

YouHodler Auszahlung

Die Auszahlung auf YouHodler funktioniert im Grunde umgekehrt zur Einzahlung. Zuerst sind also alle Coins in EUR umzuwandeln und anschließend auszuzahlen.

Dafür navigiert man zur Ansicht „Wallets“, klickt dann auf „EUR“ und dort auf „Withdraw“. Danach kann man als Auszahlung eine Banküberweisung wählen, wobei eine SEPA-Überweisung 5€ und eine SWIFT-Überweisung 55€ kostet. Nach Eingabe aller Daten und Freigabe inkl. Code per Mail wird der Transfer bearbeitet.

YouHodler Ansicht "Withdrawal EUR"
YouHodler Ansicht „Withdrawal EUR“
YouHodler Ansicht "Withdrawal EUR to Bank Account"
YouHodler Ansicht „Withdrawal EUR to Bank Account“

BlockFi Anleitung

BlockFi ist YouHodler in der Bedienung grundsätzlich sehr ähnlich. Ein Unterschied ist jedoch, dass es bei BlockFi einen dedizierten „Interest Account“ gibt. Man muss die Coins also von der Wallet in diesen übertragen, damit man auf dieses Kapital anschließend Zinsen erhält.

BlockFi Referral Code Bonus (10USD in BTC) und Registrierung

Doch zuerst zum Anfang zurück – wie immer, beginnt auch der BlockFi-Prozess mit der Registrierung und Verifizierung auf der Plattform.

Nutzt du dabei meinen Referral-Link, erhältst du damit 10USD in BTC geschenkt und in deinen BlockFi-Account gutgeschrieben. Um dies zu nutzen, gilt es Kryptos oder USD im Wert von mehr als 100USD einzuzahlen und diese mehr als 30 Tage bei BlockFi zu halten. Damit unterstützt du gleichzeitig das Projekt Kopfinvest – vielen Dank dafür!

Link: Über diesen Link gibt es 10USD in BTC als Bonus*

Stablecoin Lending: BlockFi Referral Bonus
BlockFi Referral Bonus

BlockFi Einzahlung

Die Plattform bietet, im Gegensatz zu YouHodler, keine Möglichkeit der Einzahlung von EURO, sondern derzeit nur USD. Gleichzeitig kann man jedoch ähnliche Kryptowährungen wie auch bei YouHodler (jedoch keine EURO-Stablecoins) einzahlen.

Somit sollte man sich im Vorfeld überlegen, über welchen Weg man geringere Gebühren hat:

  • Einzahlung von USD bei BlockFi (z.B. über Wise*, um günstig USD zu überweisen) und BlockFi-Umwandlung in z.B. USDC
  • Einzahlung von EURO bei einer anderen Krypto-Börse (z.B. Bittrex*), dort Kauf von Stablecoin und dann Transfer zu BlockFi
BlockFi Einzahlung USD

Entscheidet man sich für den ersten beschriebenen Weg, kann man USD z.B. einfach und günstig via Wise* überweisen. Genauso funktioniert dies jedoch meist auch über die klassische Hausbank, nur eben zu höheren Gebühren und schlechteren Umrechnungskursen.

Um nun die Daten für die Einzahlung zu erhalten, navigiert man in der App zur „Dashboard“-Ansicht und klickt dort auf „Fund“. Anschließend hat man die Möglichkeit zwischen „Wire Transfer“ und „Crypto Transfer“ auszuwählen.

Klickt man auf „Wire Transfer“, werden folgend alle nötigen Daten für die Überweisung angezeigt. Ist die Überweisung dann ausgeführt und ein paar Werktage später bei BlockFi eingetroffen, werden die USD dann in Gemini USD umgewandelt. Diese können anschließend in den gewünschten Stablecoin getauscht werden – dazu folgend mehr.

BlockFi-App "Dashboard"
BlockFi-App „Dashboard“
"Funding Method"-Ansicht BlockFi
„Funding Method“-Ansicht BlockFi
"Wire Transfer"-Ansicht BlockFi
„Wire Transfer“-Ansicht BlockFi
BlockFi Krypto-Einzahlung

Ich persönlich habe der USD-Überweisung jedoch den zweiten Weg vorgezogen. In diesem Fall kauft man also Stablecoins auf anderen Börsen (mit EURO, z.B. über Bittrex*) und transferiert diese dann zum BlockFi-Account.

Dazu navigiert man wieder zum „Dashboard“ der BlockFi-App und anschließend über „Fund“ zu „Crypto Transfer“. Danach wählt man aus, welche Kryptowährung man empfangen möchte. Zuletzt gilt es noch anzugeben, welche Blockchain für den Transfer verwendet werden soll. Anschließend überweist man die Coins auf die angezeigte Adresse.

BlockFi-App "Dashboard"
BlockFi-App „Dashboard“
"Funding Method"-Ansicht BlockFi
„Funding Method“-Ansicht BlockFi
"Receive Crypto"-Ansicht BlockFi
„Receive Crypto“-Ansicht BlockFi
"Receive USD Coin (USDC)"-Ansicht BlockFi
„Receive USD Coin (USDC)“-Ansicht BlockFi

BlockFi Wallet

Hat man die gewünschten Stablecoins nun in der Wallet von BlockFi, erhält man darauf noch nicht automatisch Zinsen. Dafür müssen die Coins nämlich von der „Wallet“ in die „Interest Wallet“ übertragen werden.

Dazu navigiert man in der App zur Ansicht „Dashboard“ und klickt anschließend auf „Transfer“. Dort kann man dann die gewünschte Menge auswählen, die in die jeweils andere Wallet transferiert werden soll.

Stablecoin Lending: BlockFi-App "Dashboard"
BlockFi-App „Dashboard“
Stablecoin Lending: "Transfer to Interest Account"-Ansicht BlockFi
„Transfer to Interest Account“-Ansicht BlockFi
Stablecoin Lending: "Confirm Transfer"-Ansicht BlockFi
„Confirm Transfer“-Ansicht BlockFi
Stablecoin Lending: BlockFi-App "Dashboard" nach Transfer
BlockFi-App „Dashboard“ nach Transfer

Sind die Coins nun in der Interest Wallet vorhanden, generieren diese ab sofort Zinsen. Diese Zinsen sammeln sich dann für das laufende Monat als „Accrued Interest“ an. Jeweils anfangs des nächsten Monats werden die Rewards dann als Guthaben gutgeschrieben und können somit auch ausgezahlt werden.

BlockFi Auszahlung

Wenn die Coins dann wieder ausgezahlt werden sollen, hat man im Grunde die umgekehrten Möglichkeiten als bei der Einzahlung. Es gibt dafür also die Möglichkeit, entweder USD auf ein USD-Konto überweisen zu lassen, oder die Kryptos via Blockchain zu versenden. Ich würde dabei denselben Weg wie bei der Einzahlung nutzen.

  • Auszahlung von USD bei BlockFi (z.B. über Wise*-USD-Konto) oder
  • Transfer zu einer anderen Krypto-Börse (z.B. Bittrex*), dort Verkauf und Auszahlung von EURO

Zur Auszahlungsansicht gelangt man dabei über den Reiter „Dashboard“ über einen Klick auf „Withdraw“. Anschließend kann man zwischen der USD-Auszahlung und dem Krypto-Transfer wählen.

BlockFi Ansicht "Withdraw USDC"
BlockFi Ansicht „Withdraw USDC“
BlockFi Ansicht "International Bank Info"
BlockFi Ansicht „International Bank Info“

Cake DeFi Lending Anleitung

Auch Cake DeFi ist den anderen Plattformen im Ablauf sehr ähnlich. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch, dass deren Lending in sogenannten Batches abläuft. Diese laufen dabei jeweils für 4 Wochen, in welchen man den Zugriff abgibt und die Stablecoins nicht abziehen kann.

Cake arbeitet lt. eigenen Aussagen für deren Lending Services mit einigen institutionellen Partnern zusammen. Dazu gehören u.a. Sparrow and Signum Capital.

Den Lending-Service von Cake habe ich persönlich bereits vor mehr als einem Jahr erfolgreich genutzt. Ich kann somit auch hier von meinen Erfahrungen berichten, wenngleich ich den Lending-Service auf Cake im Moment nicht nutze und deshalb die Screenshots entsprechend ohne Kapital zeigen.

Cake DeFi Referral Code Bonus und Registrierung

Zuerst gilt es also auch, sich bei Cake DeFi zu registrieren. Dies ist dank deren Schritt-für-Schritt-Prozess einfach möglich und erfordert eigentlich keiner zusätzlichen Erklärung.

Wenn du dich über folgenden Link registrierst und Coins im Wert von min. 50USD einzahlst, erhältst du – sofern die Promo dann weiterhin aktiv ist – 30USD in DFI geschenkt:

Hier geht’s zur Registrierung bei Cake DeFi inkl. dem Referral Bonus*

Stablecoin Lending: Cake DeFi Referral Bonus
Referral Bonus von Cake DeFi

Cake DeFi Einzahlung

Cake DeFi bietet im Fall von USDC und USDT keine Möglichkeit zum Kauf an. Stattdessen ist es – wie auch bei BlockFi – der einfachste Weg eine beliebige Krypto-Fiat-Börse (z.B. Bittrex*) zu nutzen und dort die Stablecoins zu kaufen. Danach kann man diese wie folgt bei Cake einzahlen.

Dazu navigiert man in der App zum Reiter „Assets“ und klickt dort bei z.B. USDC auf „Deposit“. Anschließend öffnet sich das Fenster mit der Adresse zur Einzahlung. Dabei kann man dann noch auswählen, über welches Netzwerk diese Einzahlung geschehen soll. In fast allen Fällen des Transfers von anderen Börsen ist hier Ethereum auszuwählen – recherchiere natürlich auch selbst woher die Coins kommen.

Cake DeFi App Reiter "Assets"
Cake DeFi App Reiter „Assets“
Ansicht "Deposit" Cake DeFi App
Ansicht „Deposit“ Cake DeFi App

Nachdem die Einzahlung dann durch ein Paar Blöcke bestätigt wurde, werden die USDC dem Guthaben in der Cake DeFi Wallet gutgeschrieben und können für das Lending genutzt werden.

Cake DeFi Lending

Nach der Einzahlung können die Coins dann auch dem Lending Service hinzugefügt werden. Dazu navigiert man zum Reiter „Bake“ und anschließend zu „Lending“. Dort kann man die Kryptos dann einem kommenden Batch hinzufügen.

Für die Dauer des Batches sind diese dann gesperrt und erst danach wieder verfügbar. Außerdem kann man an dieser Stelle einstellen, ob das Kapital automatisch in den nächsten Batch reinvestiert werden soll.

Stablecoin Lending: Cake DeFi App Reiter "Bake"
Cake DeFi App Reiter „Bake“
Stablecoin Lending: Cake DeFi Ansicht "Lending Services"
„Lending Services“ Cake DeFi Ansicht

Cake DeFi Auszahlung

Will man die Kryptos wieder auszahlen, funktioniert der Weg im Grunde genau in der umgekehrten Reihenfolge, wie die Einzahlung. Die Coins kann man wieder zu einer Krypto-Börse senden und diese dort verkaufen.

Den Transfer dafür kann man auslösen, indem man im Reiter „Assets“ zum Coin navigiert. Dort gelangt man über den Button „Withdraw“ zur Eingabe sämtlicher Details der Auszahlung – u.a. der Adresse des Empfängers.

Cake DeFi App Reiter "Assets"
Cake DeFi App Reiter „Assets“
Cake DeFi Ansicht "Withdraw USDC"
Cake DeFi Ansicht „Withdraw USDC“

Stablecoin Zinsen Steuer

An dieser Stelle ein Disclaimer zum Thema Steuern: Dies ist nur meine leihenhafte Interpretation der steuerlichen Situation in Österreich. Ich bin kein Steuerberater und dies ist keine Steuerberatung. Stattdessen beschreibe ich mein Verständnis des Themas. Suche in jedem Fall einen Steuerberater auf, um qualifizierte Auskunft zu erhalten.

Meines Verständnisses nach, fallen die Zinsen des Lendings unter das Thema der „laufenden Einkünfte aus Kryptowährungen“ und sind somit seit 1. März 2022 mit dem Sondersteuersatz für Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern. Dieser beträgt derzeit 27,5%.

Sollte man einen Stablecoin halten, der im Wert im Vergleich zum EURO schwankt, z.B. USDC, ist meines Verständnisses nach, hier auch noch ein potentieller Kursgewinn bzw. -verlust steuerlich relevant. Ein realisierter Gewinn sollte somit wieder in die oben beschriebene Steuer der Einkünfte aus Kapitalvermögen fallen.

Mehr dazu findest du auf der Seite des BMF unter folgendem Link: BMF Artikel: Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen

Fazit zu Stablecoin Lending

Mein Fazit zum Thema Stablecoin Zinsen durch Lending ist, dass dies einerseits hohe und vielseitige Risiken mit sich bringt, wenn man es z.B. mit einem Sparbuch bei der Bank vergleicht. Andererseits sind damit auch attraktive Renditen möglich.

Ich persönlich sehe diese Form des Investment interessant, wenn man hinsichtlich verschiedener Stablecoins und Lending-Plattformen diversifiziert, um das Risiko zu minimieren, jedoch trotzdem von den Renditen zu profitieren.

Der größte Nachteil der Plattformen, und dieser wurde vor allem durch die rezenten Ereignisse klar, ist die meist fehlende Transparenz über die Generierung der Zinsen und Verwaltung des Kapitals.

Wie empfindest du die Risiken und Möglichkeiten von Stablecoin Lending und bist du investiert? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Disclaimer

Dies ist keine Finanzberatung, sondern nur ein Bericht über meine eigene Recherche und Erfahrung. Hole grundsätzlich verschiedene Quellen ein, mache deine eigene Due Diligence und sehe dich selbst in der Verantwortung des Faktenchecks des Artikels.

Solltest du inhaltliche Fehler finden bzw. anderer Meinung sein, freue ich mich über dein Feedback in den Kommentaren.

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1 Gedanke zu „Stablecoin Lending Zinsen – 10% auf EUR? [Ratgeber 2022]“

  1. Hallo David,

    interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch schon eine Weile mit Kryptowährungen, wobei ich den Stablecoins und vor allem dem Thema Lending, noch keine große Beachtung geschenkt habe.
    Mich macht das „Geschäftsmodell“ auch eher skeptisch und ich verstehe nicht ganz, woher die 10% z.B. nachhaltig kommen. Es wäre interessant, wenn du nach einiger Zeit mal einen Erfahrungsbericht hierzu veröffentlichst.

    Grüße
    Frank

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